Dienstag, 18. Oktober 2011

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LOTTE RANFT

Die in Salzburg lebende Künstlerin absolvierte ihr Studium zur Bühnenbildnerin an der Hochschule Mozarteum und setzte ihre Studien der Kunst u.a. an der Akademie der Bildenden Künste in Wien fort. Ihre technische Ausbildung an der Universität Wien spiegelt sich in einigen Arbeiten wieder, die dennnoch die, Lotte Ranfts Werke auszeichnende Lebendigkeit und Dynamik nicht entbehren. Leuchtende Farben unterstreichen den Ausdruck der Lebensfreude, die sich durch das Schaffen Ranfts zieht.





Frau Proffessor Lotte Ranft arbeitet in der schwierigsten Technik eine Radierung herzustellen.
(Carborundum )















Die Carborundum-Radierung stellt eine der kompliziertesten und schwierigsten Arbeiten in der Grafik dar. Hierbei wird Kunstharzgranulat auf die zuvor bearbeiteten Radierplatten aufgelegt und modelliert. Bei der Carborundum-Radierung werden zusätzlich zur Radierung bestimmte Stellen der Druckplatte mit einer Mischung aus Carborundum, Schleifsand für Lithosteine, Zink- bzw. Titanweiß und Marmormehl bedeckt. Anschließend wird die Platte erhitzt, die aufgetragene Masse schmilzt und verbindet sich fest mit der Druckplatte. Beim anschließenden Erhitzen der Druckplatte wird das Material auf der Radierplatte fixiert. Für den Druck werden im Allgemeinen Kupferdruckfarben verwandt.
Durch ein weiches Druckmedium, wie handgeschöpftes Büttenpapier, hinterlassen die so beschichteten Platten erhabene Stellen bzw. Prägungen auf dem Druckträger und es entsteht hierdurch ein Präge-Druck mit einem annähernd dreidimensionalem Druckbild. Die Carborundum-Technik ist quasi eine Kombination aus Radierung und Prägedruck und zählt damit zu den grafischen Tiefdrucktechniken. Dieses Verfahren kann in vielfältiger Weise variiert werden. Bevor der Künstler die Arbeit signiert und nummeriert wird jedes Blatt in mühevoller Handarbeit mit einem Pinsel nachbearbeitet.



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